SCHLAFSTÖRUNGEN

Jeder kennt Zeiten großer Belastungen, in denen man schlecht schläft. Sind die Stressphasen vorüber,
reguliert sich der Schlaf wieder ein. Etwa 20 – 30 % der Menschen klagen dauerhaft über Schlafstörungen.
Behandlungsbedürftig sind Schlafstörung, wenn das Ein- oder Durchschlafen mehr als drei mal in der
Woche Probleme bereitet und einen Monat schlecht bleibt. Ein- und Durchschlafstörungen liegen oft
seelische Belastungen zu Grunde oder ein ungünstiger Umgang mit dem Schlafbedürfnis.

70 % der Betroffenen berichten ihren Ärzten nicht von ihren Schlafstörungen. Sie sind jedoch kein unab-
wendbares Schicksal. Dank ärztlicher Untersuchung können organische Ursachen behandelt werden.
Ein gesunder Schlaf durchläuft wiederkehrende Stadien. Dieser Rytmus gleicht einem Uhrwerk, das sich
tagsüber von selbst „aufzieht“. Ist es aus dem Takt, der Schlaf gestört, kann der harmonische Ablauf
nicht erzwungen werden. Selbst Medikamente können den normalen Schlafablauf nur annähernd
imitieren. Erfolgreiche „Schlaf-Lern-Programme“ helfen, den inneren Rytmus wieder zu finden.
„Der Schlaf ist wie eine Taube: Streckt man die Hand ruhig nach ihr aus, setzt sie sich drauf;
greift man nach ihr, fliegt sie weg“ (Paul Dubois 1905).