SCHMERZEN

„Selbst wenn die Schmerzen in ihrer Intensität geringer sind, haben sie durch ihre Dauer eine
aushöhlende, die Persönlichkeit verändernde Kraft. Sie brechen das natürliche Vertrauen in den
Körper. Sie mindern langsam, aber stetig die Fähigkeit zur Heiterkeit. (...) sie legen über die ganze
Psyche den Mehltau des Unbehagens, in dem die Reizempfindlichkeit subjektiv wächst. (...)“ (Saner 1993).

In Deutschland leben ca. 9 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Häufig vernachlässigt wird,
bei der Bewältigung von Schmerzen sind nicht nur Medikamente hilfreich. Zahlreiche Untersuchungen
belegen, dass psychologische Mechanismen zur Schmerzwahrnehmung, aber auch zur Bewältigung
von Schmerzen beitragen. Wie in klinischen und experimentellen Studien nachgewiesen, kann mittels
Hypnose die Schmerzwahrnehmung entscheidend reduziert werden. Ein Nachteil der Spezialisierung in
der Medizin scheint zu sein, dass eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen erschwert wird.
Schmerz beeinflusst natürlicherweise das seelische Befinden eines Menschen. Demzufolge können
Schmerzen – neben dem Einsatz von Medikamenten – völlig unabhängig von ihrer Ursache auch durch
psychotherapeutische Techniken verändert, in vielen Fällen deutlich gelindert werden.