STRESSBEWÄLTIGUNG

Wir haben ein Frühwarnsystem in unserem Körper. Ständig werden die einlaufenden Informationen auf
Bedrohliches gescannt. Wie ein Hintergrundwächter auf einem Computer. Es liegt tief verborgen in
unserem Gehirn, dieses Alarmsystem. Vorteil – es ist erprobt. Nachteil – ein upgrade ist schwierig.
Lebensumstände verändern sich schneller als das neurobiologische System. Heute fällt uns selten ein
Säbelzahntiger an. Eher der Kollege. Wir rennen selten, um vor einer Horde wild gewordener Affen zu
flüchten. Eher weil unsere Termine wild geworden sind. Aber unser Alarmsystem unterscheidet nicht,
ob wir viel oder wenig körperliche Action haben werden. Ob die Gefahr tatsächlich oder in unseren
Befürchtungen existiert. Aber wo bleibt die angestaute Energie aus der “fight or flight”-Epoche?

Stress ist individuell. Unsere persönliche Einschätzung klassifiziert ob eine Anforderung als Stressor
oder als positive Herausforderung erlebt wird. Die Stressbewältigung beginnt deshalb am effektivsten
mit einer Analyse der stressverursachenden Faktoren. Denn - wenn wir nicht wissen, was wir verändern,
wie können wir am Ziel ankommen? Methoden aus der Verhaltensmedizin und Entspannungstechniken
helfen, Stress kurz- und langfristig zu bewältigen.